Wortprotokoll zum 84.Prozesstag Andre Kapke

 

Einer der interessantesten Figuren des Thüringer Heimatschutzes ist Andre Kapke.

Er wird jetzt zum zweiten Mal beim OLG in München vernommen, und wieder in erkennbar, das es an eine Aussageverweigerung hinausläuft.

Andre Kapke gilt ja für die Bundesanwaltschaft als aus ermittelt,wo sich bestimmt jeder im Gerichtssaal fragt warum das so ist. Da er bei einem Arbeitsunfall eine Kopfverletzung zugezogen hat,die sein Erinnerungsvermögen trübte seitdem. Was im Prozess sehr als Vorteil herausstelle. Wie man ja durch das Wortprotokoll eindrucksvoll bewiesen wird.

Trotzdem ist es sehr interessant, das Andre Kapke auf seinem deutsches Profil bei Facebook als „ Gefällt mir“ angeklickt hat. Nämlich die Rechtsanwaltskanzlei von Steffen W. Hammer.

Das interessante dabei ist, das Steffen Hammer die Band Noie Werte als Sänger begleitete. Diese Band

untermalte das erstes Bekennervideo der NSU mit dem Lied „Am Puls der Zeit“ und „Kraft fürDeutschland“. Steffen Hammer arbeitete in der gleichen Kanzlei in Stuttgart und Rastatt wie Nicole

Schneiders die jetzt im Prozess Ralf Wohlleben verteidigt.

Was ich mich bei der zweiten Einvernahme gewundert habe war, das er immer beteuert hatte Frau Böhnhardt nur kurz gesehen zu haben zu wollen. Frau Böhnhardt hat in ihrer Einvernahme gesagt

das sie einmal zu Andre Kapke gegangen sein, weil er der einzige der damals einen Führerschein ein Auto besessen.Deshalb sollte er auch ihren Sohn holen als dieser bei einer Druckerkolone an der Französischen Grenze gearbeitet hatte, und nicht mehr Heim kommen konnte, weil man ihm alles

abgenommen hatte.Er hatte sich Geld geliehen um zu Hause anzurufen. Daraufhin ist Frau Böhnhardt zu Andre Kapke gegangen und gab ihm Tankgeld um das er ihren Sohn zurückzuholen.Bin neugierig ob es noch jemanden auffallen wird!!

Nun zur Einvernahme Andre Kapke am 5.2.2014 der mit seinem Rechtsbeistand Rechtsanwalt Waldschmidt erscheint.

Nach der Belehrung durch Götzl, wird Kapke nochmal gefragt ob dieser alles verstanden hat, dies

bejahrt er und es kann losgehen.

Götzl: Wie er von der Flucht Uwe Mundlos Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt erfahren hatte?

Kapke: Am Morgen hatte der Uwe Böhnhardt angerufen, ihm gesagt das eine Hausdurchsuchung

stattfindet bei ihm, und das er bei der nächsten Möglichkeit ins Auto steigt um wegzufahren. Wie

das dann genau es ging, dazu hatte er keine Erinnerungen mehr dazu.

Wiederholt, er hat mich angerufen, und dann bin ich zu seiner Wohnung die 200 m entfernt von

meiner ist hin gelaufen, und hab mit ihm vor dem Wohnblock geredet.

Götzl: Hat er was zu Uwe Mundlos und Beate Zschäpe gesagt?

Kapke: Daran kann ich mich nicht entsinnen, keine Erinnerung mehr dazu. Nur an den

Gesprächsverlauf, nur das wir uns getroffen haben.

Götzl: Und so Sinngemäß?

Kapke: Ich kann mich nicht entsinnen daran, Böhnhardt hat gesagt sobald er Zeit hat will er

losfahren.

Götzl: nachfragend …. sobald er Zeit hat??

Kapke: Sobald er die Möglichkeit hat sagte er, Lacht, keine Ahnung, Ich kann nicht sagen. Hab nicht

damit gerechnet das er sich absetzen wird. Normalerweise wäre eine Wohnungsdurchsuchung bei

allen gewesen. Diesmal nur bei Uwe Böhnhardt. Wenn er nicht 150 – 200m weit weg gewohnt hatte,

wäre ich vielleicht nicht hingegangen.

Götzl: Hat ihnen Böhnhardt gesagt dass Sie kommen sollen?

Kapke: Das kann ich nicht mehr sagen. Wenn ein Freund eine Hausdurchsuchung hat, die nicht

unoft vorgekommen ist. Normalerweise war die dann bei allen was mich noch sehr gewundert hatte.

Hausdurchsuchung hat ne gewisse Art von Repression dargestellt und da ist man eben

gemeinschaftlich betroffen, da die meisten Durchsuchungen ja auch nicht nett abliefen.

Lacht wieder dabei.

Götzel: Mit scharfen Ton, wenn man was damit zu tun hat,ist man natürlich betroffen. Aber das

müssen sie mir bitte mal erklären.

Kapke: Naja ist eine Art von Drangsalierung gewesen,ist ja auch ganz dienlich wenn man einen

Zeugen dabei ist. Denn die Polizei hat sich ja auch nicht oft gesetzestreu verhalten.

Götzl: weiter so scharf. Haben sie sich als Zeuge gemeldet? Wenn ja dann können wir ja diesen

Aspekt fallen lassen. Also warum?

Kapke: Eiert rum, Ich glaube, ich war nicht bei ihm oben in der Wohnung. Ich weiß nicht mal

warum,ich erinnere mich nur daran,das ich da war, wusste nicht mal an die Uhrzeit. Dies könnten

wir jetzt 10x machen, aber ich erinnere mich nicht daran.

Dann lacht Kapke und meint, sie können mir gerne ein paar Satze vor formulieren , die lese ich

dann vor…..

Götzl: Ich frage einfach nach! War Uwe Böhnhardt alleine bei ihnen?

Kapke: In meiner Erinnerung ja.

Götzl: Polizei war wo?

Kapke: Die standen an der Garage.

Götzl: Wie lange dauerte das Gespräch zwischen Böhnhardt und ihnen?

Kapke: Ich kann es nicht sagen, er hat gesagt das er mal wegfahrt. Lacht.

Mehr weiß ich auch nicht. Lacht. Was soll ich da bitteschön machen?

Ist ja auch nicht gestern gewesen, Götzl fallt ihm ins Wort, worauf Kapke wieder sagt ich kann es

ihnen nicht genau sagen, hab da keinen Bezug dazu.

Das war halt klar, das sie dann weg sind.

Götzl: Sie hatten ja dann Kontakt, mir fehlt das Zwischenstück.Frage ja deshalb. Haben ja bei der

Vernehmung bei der Polizei ausgesagt das sie Kontakt haben?

Kapke: Hab eigentlich nie bei der Polizei Aussagen gemacht, außer da hm kann ich nicht genau

sagen.

Götzl: Vorhalt, haben sie noch Kontakt gehabt wird er gefragt? Antwort, dazu mochte ich nichts

sagen. Ab 1998 keinen Kontakt mehr.

Götzl weiter was ist nun laut ihrer Aussage bei der Polizei hier falsch war.

Kapke: kommt ins schwimmen, ähm war ja nichts ah falsch. Er beratet sich kurz mit seinem

Rechtsanwalt Waldschmidt , darauf sagt er ah ich hab ja nichts falsches ausgesagt.

Götzl: Will es genau wissen um was es eben in der Unterredung mit dem Rechtsanwalt

Waldschmidt ging. Deshalb die frage, Inhaltlich?

Kapke: Herr Waldschmidt hat mich nur beraten. Ich habe nicht vor dem BKA falsch ausgesagt.

Ah .. es ist so ab 1998 hatte ich keinen Kontakt mehr.

Götzl: War das nicht im Jahr 2000? Na ja warum sollten sollten sie nichts sagen?

Kapke: Ich hatte natürlich auch mich mit meinem Rechtsanwalt geredet, und der hatte auch gesagt

solange nichts konkretes im Raum steht, da ist man ja auch auf eine Art ein Beschuldigter.

Gützl: Entgegnet ihm mit, Verpflichtung zur Wahrheit

Darauf will er wissen wie es später zu der Kontaktaufnahme kam.

Kapke: Ich habe da keine konkreten Bilder vor Augen, ich weiß nicht, eiert wieder rum, ich hab

ihnen schon gesagt, ich weiß nicht mehr welche Telefonzellen das waren.

Es kann durchaus sein dass der Uwe mir beim wegfahren gesagt hat, ich kann es echt nicht sagen.

Es gab halt diese Telefonate, und dann wurden vielleicht die nächsten wieder ausgemacht.

Die Telefonzellen haben wir dann im Vorfeld benutzt wenn wir wieder was geplant hatten oder so.

Götzl: Wie er erfahren hat das sich Uwe Mundlos und Beate Zschäpe mit angeschlossen hatten?

Kapke: Keine Ahnung.

Götzl: Das nächste Ereignis an das sie sich erinnern können?

Kapke: Ich kann es Ihnen nicht mehr, Lacht, ich kann es nicht andern.

Götzl: wieder mit scharfen Tonfall, sie müssen mir ja sagen können, wann der nächste Kontakt

stattgefunden hat?

Kapke: Kann ihnen nicht mal mehr den nächsten Anruf sagen, es muss so gewesen sein. Ich kann

mich daran nicht erinnern. Lacht. Ich selber hab es versucht.Lacht. Ich weiß es nicht. Dann kommen

unvollständige Sätze lachen und sehr dreiste Lugen.

Götzl: Sie haben diesmal wie auch das letzte Mal gesagt, das sie eventuell bei diesem Gespräch die

nächste Kontaktaufnahme vereinbart hatten?

Kapke: dazu nichts detailliertes sagen, klar war auch das Thema Szene, keine Erinnerung weiter.

Götzl : Scharf, Sie waren da Uwe Böhnhardt will fliehen, da stellen sich doch Fragen. Welche?

Kapke: Sicher. Kann ich nicht sagen.Ich wusste zu keinem Zeitpunkt wo sie waren. Ich hatte es

auch nicht wissen wollen.

Götzl: Vorhin Zeuge bei der Durchsuchung und jetzt? Wie war die Interessenlage hier?

Kapke :Wohnung oder eine Unterkunft war nie Thema in Deutschland. Einmal ging es um

Südafrika,daran kann ich mich erinnern. Aber nicht in Deutschland.

 

Götzl : Thomas Rothe?

Kapke : Kann ich nicht sagen.

Götzl: Wohnung in Chemnitz Str waren sie dort?

Kapke: Nee, ich war eigentlich nicht, mal nur mal auf Konzerten in Chemnitz, vielleicht einen

Spitznamen?

Götzl: Max Florian Burkhardt,Wohnung Limbacher Str. in Chemnitz?

Carsten Richter? Wohnung Altchemnitzer Str?

Kapke : Ich bin mir eigentlich relativ sicher, das ich in Chemnitz zu Konzerten war ja, aber

Wohnungen nicht so. Gartenkneipen Wohnungen nicht, neee

Götzl : Nun gut, haben sie mal Geld überbracht?

Kapke : Kann ich nicht mehr genau sagen.

Götzl : Geld bei Frau Böhnhardt abgeholt?

Kapke: Kann ich nicht mehr genau sagen, keine Erinnerung daran.

Götzl : Liest ihm aus einem Vorhalt aus der Vernehmung von Frau Böhnhardt vor.

Kapke : Kann ich mich nicht erinnern, das wir großartigen Kontakt hatten.

Götzl : Wie wurden Verabredungen getroffen?

Kapke: Keine Ahnung. Wir hatten auch mal ne Art Dechiffriertabelle, wo wir über das Handy

Datum und Uhrzeit eingegeben haben. Lacht und sagt solange ist das her.

Götzl : Das letzte Mal haben sie gesagt drei bis fünf mal telefoniert hatten?

Kapke : Ich wurde es ja sagen, aber ich weiß es nicht.

Götzl : Warum haben sie mir denn das letzte mal nicht die Abfahrt des Uwe Böhnhart geschildert?

Also muss ich davon ausgehen das ich immer die Umstände erst beim Nachfragen erfahren werde?

Kapke: Lacht,man liest mal Sachen, dann kommt wieder was so gewesen sein konnte. Kann nicht

sagen vermischt sich mit dem was ich im Schäferbericht gelesen habe. Manches gibt dann Sinn.

Götzl : Worum ging es in den Telefonaten?

Kapke : Lacht keine Ahnung.

Götzl : Ich will nochmal auf die Passe eingehen. Können sie mir sagen mit wem sie am Telefon

gesprochen haben?

Kapke : Ich nehme mal an dass es die sich um die Uwes gehandelt hatten. Es wird wohl so gewesen

sein, mit den Passen. Habe aber dazu keine konkreten Erinnerungen mehr.

Danach wird eine kurze Pause eingelegt.

Götzl :Für wen sollten die Passe denn besorgt werden?

Kapke : Na für die 3

Götzl : Irgendwelche Lichtbilder?

Kapke: Ja irgendwann kamen Lichtbilder, keine Ahnung. Wann ich dazu gekommen bin, Lacht,

habe es versucht, Lacht, die groben Ablaufe kann ich noch sagen. Aber die Details lacht

Erinnerungslücken. Diese fülle ich dann mit dem was mir logisch erscheint.

Passe, zuerst waren keine Lichtbilder da, das weiß ich ziemlich sicher, auch keine Namen dazu.

Und ich konnte nur diese leeren Passe kaufen. Ich weiß nur ich hatte die leeren Passe mit denen ich

nichts anfangen konnte.

Beim Telefonieren, nächster Termin wurden die Sachen übergeben, die Namen kann man auch am

Telefon durchgegeben haben, es ging darum ob dies möglich sei. Ich weiß das es relativ lange

gedauert hat. Der Typ hat dann pro Stuck ca. 1000 DM ausgemacht für die Blankopässe. Ich konnte

diesen Typen runterhandeln können das ich so 1000-1500 DM für gezahlt habe.

Dann meine ich das wir einen Termin vereinbart hatten, für die Übergabe der Passbilder usw.

Da hat der Typ gemeint er kann das nicht mehr machen, er müsse weg. Also ich weiß dies nicht

mehr genau.

Götzl : Wie sollte es weitergehen? Warum haben sie den Betrag bezahlt obwohl sie nicht das

bekommen haben was sie wollten?

Kapke :Hab erst mal das genommen, dann wird sich schon jemanden finden für den Rest.

Lieber einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach, nicht ? Lacht. Kann es nicht sagen ob

es 6 oder 8 Wochen waren. Keine Erinnerung dazu.

Ich weiß das ich mit Ralf darüber unterhalten habe und mit Brandt, aber nicht konkretes in

Erinnerung. Brandt hatte ja diesen Typen vermittelt.

Götzl : Haben sie das den dreien mitgeteilt?

Kapke : Keine Ahnung.

Götzl : Wie ging es dann weiter?

Kapke : Gar nicht, wusste nicht wen ich fragen sollte! Nehmen sie es mir nicht ubel, Lacht.

Götzl : Haben sie nicht mit ihnen gesprochen, ohne Details?

Kapke : Scheint logisch zu sein, aber weiß es nicht.

Götzl : Haben sie mal andere Gegenstande Kleidung oder ahnliches in Empfang genommen?

Kapke : Keine Ahnung. Schon überlegt, ich habe da nix. Ich wusste auch nicht mit wem ich da

drüber reden konnte um meine Erinnerungen aufzufrischen.

Götzl : Wer waren damals ihre engsten Freunde?

Kapke : Dieser Kreis und Herr Brandt. Mir wurde da nur einer sicher zum reden einfallen, aber der

ist ja grad lacht verhindert lacht wieder. Persönliche Kommunikation.

Götzl : Von wem wurde Ihnen Spitznamen genannt?

Kapke : Mit Namen können Sie mich jetzt traktieren, muss mir auch auf Arbeit jeden Namen

aufschreiben.

Dann will Götzl 20 Min Pause machen und Rechtsanwalt Heer bittet um 30 Min.

Er fuhrt aus das ihm zu Beginn der Hauptverhandlung ein Umstand aufgefallen sei, dies müsse er

mit seiner Mandantin bereden informieren und mit ihr beraten.

Es ginge um einen Befangenheitsantrag wegen Dr. Lang ein Senatsmitglied.

Dann wird die Mittagspause eingelegt und es soll um 13.00 Uhr fortgesetzt werden-

Nach der Mittagspause liest Rechtsanwalt Wolfgang Heer den Befangenheitsantrag vor.

Unmittelbar vor dem Beginn der Verhandlung betrat der Richter Dr. Lang den Sitzungssaal mit

einem Aktenordner HV NSU handschriftlich beschriftet. Er selber konnte seine Mandantin erst nach

der ersten Pause in Kenntnis setzen. Dr. Lang hat diesen Ordner selbst beschriftet oder von dritten

beschriftet worden.Da einer der zentralen Gegenstande der Untersuchung untersteht, muss

unparteiisch sein, darf sich nicht so verhalten als ware NSU bestehen und bereits erwiesen.

Normalerweise werden Ordner mit Namen gekennzeichnet. Dr. Lang macht sich eine massive

Vorverurteilung zu Nutze. Verfahrenseinstellung wegen dieser Vorverurteilung wurden beantragt

( Von Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben) und wurden abgelehnt.

Deshalb 1.) Namhaft machen der Richter, Prüfung der Besetzung des Senatsmitglieder.

Vor einer Stellungnahme Erklärung des Senats und der Nebenkläger rechtzeitig schriftlich

bekommen.

Die Verteidigung von Ralf Wohlleben und die Verteidigung Andre E. Schließt sich diesen Antrag an.

Götzl : Ist das vor besprochen? Weil Götzl den Verteidiger von Andre E. Nicht reden gesehen hat.

Darauf entgegnet E. Anwalt. Herr Heer wäre in der Mittagspause so freundlich mich darüber zu

informieren, das er dann seinen Mandanten Andre E. informieren konnte.

Darauf Götzl zur Bundesanwaltschaft die gibt eine Stellungnahme ab, und bittet um die Fortsetzung

des Gerichtes.

Dann kommt der Nebenkläger Anwalt Reineke zu Wort, Frau Zschäpe muss sich selbst außern. Es

ist nicht glaubhaft genug. Und auf allen Ordnern steht unten der Name NSU darauf.

Daraufhin macht Götzl nochmal eine 20. Min. Pause.

Nach den 20. Min. verspätet sich Rechtsanwalt Wolfgang Heer, und Götzel fragt mit einem

schmunzeln, ob Herr Heer nicht weiter an der Sitzung teilnimmt. Gelächter im Gerichtssaal.

Die Bundesanwältin Annette Greger weist den Befangenheitsantrag als unbegründet zurück und

weist diesen ab. HV NSU ist keine Vorverurteilung Prozessinhalt.

Begründung: Gründung und das bestehen des NSU und Beschriftung schlagwortartige Bezeichnung

des Prozessinhalt hat nichts mit einer Vorverurteilung zu tun.

Rechtsanwalt Heer beanstandet dies jedoch, beantragt einen Gerichtsbeschluss, worauf die

Verteidigung von Ralf Wohlleben diesen sich mit anschließt. Götzl macht darauf hin nochmal eine

10.Min.Pause.

Götzl : Verliest das der Antrag abgelehnt wurde, Grundsatz der Beschleunigung. Antrage und

Stellungnahmen sind zu unterbrechen.

Danach kommt andre Kapke mit seinem Rechtsanwalt zurück in den Gerichtssaal.

Götzl : Haben Sie mal irgendwelche Blätter bzw. eine Zeitung bekommen zum Geburtstag?

Kapke : Ja.

Götzl : Erzahlen sie bitte mal.

Kapke : Ich glaube es war zum Geburtstag 1998. Oder kann auch danach gewesen sein. Ich war

damals in Südafrika. Wie ich die bekommen hab, keine Ahnung.

Götzl : Blätter spater bekommen? Welcher Anlass?

Kapke : Keine Ahnung.

Götzl : Feier?

Kapke : Lacht wirklich. Die war von Jana (Apel) und Ralf (Wohlleben) gemacht. Vielleicht hat sie

Frau Apel gebracht.

Götzl : mit genervter Stimme, Inhalt der Blätter?

Kapke : Hab sie nicht mehr und ich hab sie mir auch nicht dauernd angesehen. War halt eine

sarkastisch ironische gemachte Geburtstagszeitung.

Götzl : Vom Inhalt gar keine Erinnerung mehr?

Kapke : Bisschen schon noch, so ne Art Lebensläufe drinnen, keine Ahnung. Witzig, satirisch

überspitze Geschichten.

Gotzl : Uwe Mundlos Uwe Böhnhardt haben die ne Rolle gespielt?

Kapke : Sicher.

Götzl : Und Frau Zschäpe?

Kapke : Nicht 100% sicher aber ich glaube schon, wie genau kann ich ihnen nicht sagen, lacht

wieder, da müssen sie es mir zeigen. Dann …..

Götzl : Inwiefern kamen Sie drin vor?

Kapke : Lacht nur! Keine Erinnerung

Götzl : Wie haben sie darauf reagiert?

Kapke : Lacht, keine Erinnerung.

Götzl : Mit Jana Apel gesprochen?

Kapke : Keiner Erinnerung.

Götzl : Wohlleben?

Kapke : Hab sie aufgehoben, weil sie einen Stellenwert hatte.

Götzl : Welchen?

Kapke : Na den das ich sie aufgehoben habe bei meinen Büchern und Sachen eben.

Götzl : Haben Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt an der Entstehung teilgehabt?

Kapke : Nein da kann ist mir nichts….

Götzl : Wann kamen sie aus Südafrika zurück?

Kapke : So 2-3 Wochen später, lacht.

Götzl : Fragt nach wann er Kapke Geburtstag hat?

Kapke : 24.8 aber wie gesagt, lacht.

Götzl : Ralf Wohlleben Holger G. Tino Brandt Jana Apel waren mit dabei?

Kapke : Nö.

Götzl : War von einem Mario die Rede?

Kapke : Kann schon sein, Ja.

Götzl : Wer konnte das sein?

Kapke : Brehme, der mit dem ich bei der SA war.

Götzl : Nico? Sagt ihnen in Zusammenhang was?

Kapke : Nein!

Götzl : Nico Metze.

Kapke : No!

Götzl : Sonstige Erinnerungen?

Kapke : Ich hatte vor ein paar Monaten mal eine schlechte Farbkopie bekommen, hab nur kurz

drüber geschaut.

Götzl : Ist da auch von Politikern die Rede?

Kapke : Ja keine Ahnung, von Schröder und sonst keine Ahnung.

Götzl : Helmut Kohl?

Kapke : Helmut Kohl ja.. Bildcollage irgendwas mit Kohlköpfen.

Richter Dr. Lang holt eine Asservatentüte hervor.

Götzl : Wann ist das aufgefunden worden? Man sieht in den Leinwänden den Umschlag

Geburtstagsbild Extraausgabe Hersteller Wolle und Jana. Man sieht Mundlos Böhnhardt Zschäpe

mit dem Denkmal ist restauriert.

Götzl bittet Kapke nach vorne zum Richtertisch.

Dann liest Götzl einige Sachen vor. Ein Kopfbild sieht man wo dort steht Top Terrorist schwort

Rache, Bubis Kohl Godzilla Mona Lisa.

3 von der Tankstelle, Mundlos Holger G. Kapke, auf Frage von Götzl wo das Bild herstammt, sagt

Kapke keine Ahnung.

THS Carpe Diem Kapke erklärt dies wäre mal ein Zeitungsprojekt gewesen.

Dann liest ihm Götzl zwei Kontaktanzeigen vor die in der Geburtstagszeitung stehen.

Uwe 20 grad full verspreche Besserung Bierbrauer Chiffre 14/88

Uwe Sonnenbrillenfetischist Beruf Kofferbauer Chiffre 18/88

usw.

Götzl : Die Uwes stehen ganz oben, warum?

Kapke : Das jeder anders die Reihenfolge festgelegt hat, das ist doch lacht Unfug.

Götzl : Gesprächsthema Uwe Bähnhardt Uwe Mundlos Beate Zschäpe. Die Frage stellt sich jetzt.

Rechtsanwalt Waldschmidt : er soll zu Tatsachen aussagen.

Götzl : Wenn sie zuhören wurden.

Waldschmidt : Er hat ganz klar gesagt…

Götzl : Sie konnen wir gegebenenfalls später…

Gätzl : Die Schrift?

Kapke : Sieht aus wie die von Frau Apel.

Götzl : Kofferbauer?

Kapke : Persiflage auf die Bombenattrappe. War ja auch in der Presse noch ein Thema.

Satire war schon gängig, wir konnten gut über uns selber lachen. Das war nicht das Problem.

Gützl : Top Terrorist beim Ausspähen seiner Opfer?

Kapke : Persiflage!

Götzl : Bei Bubis? Ein Bild Zeigt Kapke auf frischer Tat ertappt beim Fotografieren. Bubis als

erster auserkoren als einen der ersten, den er brutal ermorden wollte.

Kapke : Überspitzt dargestellt, weil er hatte mal einen Vortrag in Jena gehalten. Fa haben wir gesagt

das wir mal eine Gesprächsrunde machen wollen. Sein Büro hatte aber abgelehnt.

Götzl : Die 3 von der Tankstelle. Umfunktionierung des KZ Buchenwald in Gas.- Tankstelle.

Götzl : Was bedeuten die Chiffren?

Kapke : Zahlen geistern durch die Medien, die 88, das nimmt man auf, ist ne Verarsche.

 

Götzl : Demofoto: Kapke der meist gehasste Mensch. Unterstutzer formieren sich im THS, Vorsicht

für Bubis und CO.!

Götzl : Gab es in Gruppe Diskussion über Gewaltanwendung?

Kapke : Man musste mit Angriffen aus linker Szene rechnen, klar, haben

diskutiert darüber. Nie wurde gegen ermittelt links, deshalb klar wurde

diskutiert.

Götzl : Wer hat welche Position vertreten?

Kapke : Klar gab es konkrete Planung etc. aber keine Erinnerung dazu.

Klar gibt Leute, die sagen, wir müssen Zellen bilden usw. aber war keine

Diskussionsgrundlage!

Go: und die beiden Uwes?

K: Nein, keine Erinnerung. Zellenbildung, Ausüben von Gewalt kein Thema. Die Zeitung ist aus

der Zeit wo lacht THS ermittelt wurde, überspitzt.

Götzl : Wer hat die Blätter gesehen? Holger G.? Carsten S.?

K: Keine Erinnerung.

Götzl : Kennen Sie Andre E.?

Kapke : Nein.

Götzl : Gar nicht?

Kapke : ich meine nicht, vielleicht seinen Bruder meine ich mich zu erinnern.

Danach ist mal Pause 10 Min. angesagt.

Götzl : Zahlen 88, 18, heißt?

K: Heil Hitler, A. Hitler usw.

Danach übergibt Götzl das Wort der Bundesanwaltschaft ab.

Greger: Gab es Mittwochsstammtische?

Kapke : Jeder der Lust hatte aus Süd-/Ostthüringen kam konnte daran teilnehmen.

Greger : Führung der Kameradschaft Jena?

Kapke : Gab es nicht, gemeinschaftlich Entschieden, Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos,Ralf

Wohlleben, Holger G. , ich.

Greger : Gab es Führungszirkel?

Kapke :Gab kleiner Kreis von aktiven Leuten, die immer was gemacht haben.

Greger : Waren Sie beteiligt am Ausspähen einer Polizeidienststelle?

Kapke : Naja, Tor offen, rein.Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und mmmm.

Greger : Wann? Akte Jan. 97 Flugblätter verteilt? Inhalte?

Kapke : Lacht gute Frage lacht…

Greger : Gegen Ausländer?

K: Gegen Ausländer ist relativ. Ja, kritisch.

Greger : Wurde Nationalsozialismus bewundert?

Kapke : Lacht man musste sich ja auseinandersetzen, kamen ja

immer nur Argumente die auf die Vergangenheit bezogen waren.

Greger : Mich interessieren Diskussionen zwischen Ihnen, Uwe Mundlos , Uwe Bohnhardt, Beate Zschäpe.

Kapke : Keine Erinnerung.

Greger : Keine Erinnerung?

K: nicht explizit. Normal, dass man diskutiert, muss man ja, aber keine Erinnerung.

Dann hat der Bundesanwalt Jochen Weingarten das Wort.

Weingarten: Pogromly bekannt? Soweit waren wir letztes Mal schon. Mal gespielt?

Kapke : Hmmmmm ja, aber schon lange her.

Weingarten : Welche historische Auffassung im Spiel?

Kapke : Hm, schwer zu beantworten, hm, ja also da eher die schlechteren

Seiten des 3. Reiches verherrlicht. Was mir noch erinnerlich ist, ist dass die Bahnhofe durch KZs

ersetzt werden.

Weingarten : Können Sie sich an SS/ SA Karten erinnern?

Kapke : Ach so, ja klar

Weingarten : Wer hat Spiel gemacht?

Kapke : Schon die drei.

Weingarten : Ohne Diskussion mitgespielt?

Kapke : Ist die Frage, ob man es für ernst nimmt!

Weingarten : Haben Sie bei „über Los“ auch den Gruß gemacht? Steht in den

Spielregeln. Hat Frau Zschäpe mitgespielt?

Kapke : Ich nehme mal an.

Weingarten : Politische Bekundungen von Frau Zschäpe?

Kapke : Keine Erinnerung.

Weingarten : Rudolstadt Mahnmal Faschismus Demo erinnern?

Kapke : Grob was im Hinterkopf, bin relativ spät gekommen mit Auto.

Weingarten : Wurfzettel Vorhalt: Lieber stehend leben als auf Knien sterben-

Rudolstadt Hessstadt 92.

Weingarten : Kann es sein, dass Sie von Polizei angehalten wurden?

Kapke: passierte oft keine Erinnerung. Weiß nicht mal mehr welches.

Weingarten : Wartburg Mit ihm im Auto Holger G., Böhnhardt, Zschäpe.

Kapke : Kann sein, wir werden sicher öfter in der Konstellation unterwegs

gewesen sein.

Weingarten : Durchsuchung: Bei Ihnen Koppelschloss mit Hakenkreuz. Sie wissen nicht ob Sie das

besaßen?

Frau Zschäpe soll einen Dolch mit beidseitig geschliffener Klinge dabei gehabt haben.

Nach 50 Jahren noch immer keinen gültigen Friedensvertrag

3.5.95 Plakate in Jena Schluss mit der Befreiungslüge

Kapke : Gut möglich.

Weingarten : Vorhalt Drilling 10.10.98 Spontan Demos seien an sicherer Stelle, konnten nicht

arbeiten und brauchten Geld.

Kapke : Kann sein.

Rechtsanwalt Klemke ( Ralf Wohlleben) : unzulässig

Weingarten : Tatsachenkern der Frage…deshalb ist die Frage zulässig wie

alle meine Fragen(!)

Weingarten : Anfrage Interview Trio mit Geldgebot. Präzisieren?

K: Kann schon vor, ist ja logisch, nachvollziehbar.

Weingarten : Betrag der Aktenlage so erheblich, dass Sie sich evtl. doch

erinnern

Wer konnte Ihnen davon erzählt haben?

Kapke : Ralf, Brehme

Weingarten Vorhalt aus einer Akte aus Thüringer Amt für Verfassungsschutz „Stern bietet 50.000

DM, für ein Interview von den 3 Untergetauchten. Anmerkung : Kapke und Wohlleben tendieren

zu Annahme, Brehme nicht.

Kapke :Keine Möglichkeit zu dem Trio Kontakt aufzubauen, wenn hatten wir nur

drüber nachgedacht wie man den Betrag abgreifen kann lacht.

Weingarten : Pogromly Vertrieb zur Unterstützung Sie waren beteiligt?

Kapke :Hab Brandt mal ein paar Spiele gegeben, Ralf Wohlleben hat auch geholfen,

Jurgen Helbig

Weingarten : Vorhalt Pogromly Verkauf an Wohlleben, Kapke, Schulze

Kapke : Keine Erinnerung ob das Geld von Helbig kam.

Weingarten : Nicht so viel mit Helbig zu tun ?Vorhalt: Thüringer Amt für Verfassungsschutz

Observation:

6.8. 98 Helbig und Kapke mit Wohlleben in Wohnung.

Kapke : Da war ich schon in Südafrika.

Weingarten : Akte 8.8.98 Südafrika

Weingarten : Spielt Helbig eine Rolle bei Unterstützung?

Wenn man sich das so anschaut hat man das Gefühl man hatte mal

hallo gesagt in rechten Szene!

K: Dann war das so…

Weingarten : Wahrheitspflicht!

Kapke :Eben!

Weingarten : Carsten S.? Intensiverer Kontakt als Hallo

Kapke : Über meinen Bruder glaub ich, öfter mal gesehen, hat

angefangen sich politisch zu engagieren. Zu Unterstützung Trio.

S. ist mal auf Brandt zugegangen, ich wollte nicht so involviert

sein, bei so vielen Leuten.

Weingarten : Carsten S.Vorhalt: 3⁄4 J nach Abtauchen sprachen mich Wohlleben und Kapke an…

Kapke : Keine Erinnerung…

Weingarten : Wenn ich jetzt Verfassungsrecht und nicht nur Fragerecht hatte

wurde ich Ihnen mal die Empfehlung geben sich einen Ruck zu

geben.

Vorhalt Carsten S. das war der einzige Gespräch bei dem Kapke dabei

war.

Kapke : keine Erinnerung.

Weingarten : Haben Sie mit Wohlleben mal drüber gesprochen wer Unterstutzer

werden konnte?

Kapke : keine Ahnung. Werde mit Wohlleben mal drüber gesprochen wen man

einbinden kann, konkret nicht,.

Weingarten : Wie alltäglich war die Situation?

Kapke : Hatten Sie ein außergewöhnliches Verfahren vor 15J. an das Sie sich

erinnern?

Weingarten : Die Fragen stelle ich und wenn ich antworten wurde: Ja.

Kapke : Wir drehen uns im Kreis.

Weingarten : Nee. Sie.

Hat Wohlleben schlecht über Sie gesprochen Geldveruntreuung?

Kapke : Nee

Weingarten :Lief gut?

K: Hohen/ Tiefen gab es mit Wohlleben.

Weingarten : Tiefen interessieren mich…

Kapke : keine Erinnerung .

Weingarten : Hatte mich auch gewundert. Danke.

 

Danach unterbricht Götzl die Einvernahme des Zeugen Andre Kapke. Dieser wird nochmal Vorgeladen werden.

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